Restschuldversicherung

04.03.2016 von
Was ist eine Restschuldversicherung und was bringt diese für Vorteile sowie Nachteile?

Restschuldversicherung – Der Schutz für Sie und ihre Hinterbliebenen bei Krediten

Plant man eine größere Anschaffung, wie das eigene neue Auto, die neue Küche oder die Traumreise, dann schließt man dafür häufig einen Kredit ab. Dabei sollte man sich immer fragen, ob alle Raten bezahlt werden können. Um sich gegen alle Eventualitäten abzusichern, kann es ratsam sein, eine Restschuldversicherung (RSV) abzuschließen, die im Ernstfall die noch ausstehenden Kreditraten übernimmt.

Die Restschuldversicherung richtet sich meist an Kreditnehmer oder ihre Hinterbliebenen. Sie wird auch Restkreditversicherung oder Kredit-Lebensversicherung genannt. Der Versicherte oder seine Hinterbliebenen sind nach Abschluss gegen die unverschuldete Zahlungsunfähigkeit abgesichert. Je nach Versicherungsangebot beinhaltet die unverschuldete Zahlungsunfähigkeit verschiedene Szenarien. Bei manchen Anbietern zählt darunter nur der Tod des Kreditnehmers. Bei anderen Versicherungen werden auch Arbeitslosigkeit oder -unfähigkeit nach Unfällen und sogar Scheidungen als Grund akzeptiert. Wenn einer dieser Fälle eintritt und beispielsweise ein Auto, ein neue Küche oder dir Reise noch nicht abbezahlt sind, so übernimmt die Versicherung die Kosten.

Gleichfalls besteht jedoch auch für Banken, als Kreditgeber, die Möglichkeit einer RSV mit dem Kreditnehmer. Möchte ein Kunde bei einer Bank einen Kredit aufnehmen, so kann er dazu verpflichtet werden, eine Restschuldversicherung abzuschließen, damit die Bank, im Falle seiner Zahlungsunfähigkeit abgesichert ist.

Kredite mit/ohne Restschuldversicherung

kredit mit und ohne restschuldversicherung
Kredite mit und ohne Restschuldversicherung (Quelle: finanzdienstleistung-poller.info)

Struktur und Tücken der Restschuldversicherung

Der Vertrag läuft in den meisten Fällen über eine Gruppenversicherung und nicht, wie sonst üblich, über einen Einzelversicherungsvertrag. Das ermöglicht eine schnellere Abwickelung und die Versicherung tritt in kürzerer Zeit in Kraft. Jedoch gibt es auch bei dieser Versicherung einige Tücken, die es zu beachten gilt. Wenn der Interessierte bereits in der Vergangenheit an etlichen Krankheiten gelitten hat, so kann der Anbieter die Versicherung ablehnen, weil dann das Risiko zu hoch ist, dass die Versicherung tatsächlich zahlen muss. Ähnlich verhält es sich mit Arbeitslosen. Ist der Interessierte drei Monate vor Versicherungsabschluss arbeitslos, so kann er keinen Vertrag mit dem Anbieter abschließen. Gleiches gilt, wenn der Interessierte innerhalb der ersten sechs Monate nach Vertragsabschluss seine Arbeit verliert. Auch dann bezahlt die Versicherung in den meisten Fällen kein Geld.

Wer sich für eine solche Kredit-Lebensversicherung interessiert, sollte zusätzlich auf die Kostenstruktur der Anbieter achten. In vielen Fällen ist diese meist sehr ungünstig und der Kreditnehmer muss eine Menge an Provision an den Anbieter bezahlen. Dies kann dazu führen, dass die Restschuldversicherung kostenintensiver wird, als der eigentliche Kredit, denn die abgeschlossene Versicherung abdecken soll.

Wir beraten Sie gern zu Ihrer Restschuldversicherung - Finanzdienstleistung Poller

Trotz einiger Kritikpunkte kann eine Restschuldversicherung durchaus sinnvoll sein. Letztendlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ob die Investition in die Absicherung das Richtige für ihn ist. Wenn Sie sich für diesen Schritt entscheiden, ist es ratsam verschiedene Anbieter und deren Angebote zu vergleichen, um Kostenfallen zu umgehen und die günstigste Versicherung für Sie zu finden. Für mehr Informationen finden Sie auf finanzdienstleistung-poller.de noch einmal alle Vor- und Nachteile aufgeführt und ausführlich erklärt. Für weitere Fragen oder falls Sie kompetente Hilfe bei ihrer Vergleichssuche wünschen, stehen unsere Berater Ihnen gerne zur Seite.