Effektivzins

26.05.2014 von
Ein Effektivzins stellt die tatsächlich anfallenden Kosten dar, die für einen Kredit anfallen. Demnach kann er für einen Kreditvergleich herangezogen werden...

Ein Effektivzins stellt die tatsächlich anfallenden Kosten dar, die für einen Kredit anfallen. Demnach kann er für einen Kreditvergleich herangezogen werden. Im sogenannten effektiven Jahreszins ist sowohl der Nominalzins als auch der Sollzins enthalten. Die jährlichen Kreditkosten werden von den Kreditinstituten auf Grundlage der Darlehenshöhe angegeben und bei jedem neuen Vertrag muss der Effektivzins dargelegt werden. Angegeben werden müssen dabei gemäß den EU-Richtlinien für Verbraucherkredite der minimale und maximale Zinssatz sowie der Zweidrittelzins. Ein Zweidrittelzins ist der Zins, den Zweidrittel der Verbraucher bei einem Kredit erhalten. Von einem anfänglichen effektiven Jahreszins wird gesprochen, wenn in einem Darlehensvertrag ein variabler Kreditzins oder eine festgelegte Zinsbindungsdauer vereinbart wurde. Der Effektivzins ergibt sich aus vier Bestandteilen: Nominalzins, Auszahlungskurs, Tilgung sowie aus der Zinsbindungsdauer. Möchte ein Verbraucher entsprechende Kredite vergleichen, so ist dies nur sinnvoll, wenn die Angebote über gleiche Zinsbindungsdauer bzw. Laufzeit verfügen. Wichtig zu wissen ist, dass der Effektivzins weder Schätzgebühren und Bereitstellungszinsen, noch Kontoführungsgebühren berücksichtigt. Mit Hilfe der Uniform-Methode kann dieser Zins sehr leicht ermittelt werden:

Effektivzins = ((Anzahl der Raten x Ratenbetrag – Auszahlungsbetrag) x 24 x 100%) / ((Laufzeit in Monaten + 1) x Nettodarlehensbetrag)

Die Berechnung entspricht der des internen Zinsfußes und wird gesetzlich in der Preisabgabenverordnung geregelt.