Beleihungsgrenze

04.05.2014 von
Die Beleihungsgrenze findet im Bereich der Kredite Anwendung. Konkret bedeutet dies, dass ein Pfandobjekt von einem Kreditinstitut nur bis zu einer ...

Die Beleihungsgrenze findet im Bereich der Kredite Anwendung. Konkret bedeutet dies, dass ein Pfandobjekt von einem Kreditinstitut nur bis zu einer bestimmten Höhe beliehen wird. Dabei ist die Höhe des Darlehens von der Höhe dieser Beleihungsgrenze abhängig. Die Darlehenshöhe berechnet sich wiederum nach der Beleihungsgrenze für das Objekt, welches als Kreditsicherheit gelte soll. Beispiele wären Immobilien, Grundstücke, Wertpapiere sowie Fahrzeuge und Lebensversicherungen. Die Grenze liegt dabei je nach errechnetem Wert des Objektes zwischen 40 und 80 Prozent. Entspricht die Kredithöhe annähernd der Beleihungsgrenze, so wird von einer sogenannten 1a-Hypothek gesprochen. Dabei ist dann die Rede von einem erstrangigen Kredit. Tritt nun der Fall ein, dass es zu Zahlungsausfällen kommt, so kann die kreditgebende Bank von ihrem Grundpfandrecht Gebrauch machen und die Immobilie zwangsversteigern lassen, um somit den Kredit zu decken. Wichtig dabei ist zu wissen, dass die Beleihungsgrenze nicht dem Wert der Immobilie entspricht und somit auch der Kredit nicht der Summe entspricht, die die gesamten Kosten für den Erwerb oder Bau einer Immobilie decken. Demzufolge ist es wichtig als Bauherr Eigenkapital beisteuern zu können, da andernfalls ein weiterer Kredit von Nöten wäre. Manche Banken vergeben aber auch Realkredite, welche über dem Grenzwert liegen. Dabei ist die Rede von einem 1b-Hypothekendarlehen. Diese sind im Grundbuch als zweitrangiges Grundpfandrecht abgesichert. Zudem benötigt ein Verbraucher eine öffentliche Bürgschaft und muss mit höheren Zinsen rechnen, da im Falle einer Zwangsversteigerung durch die 1b-Hypothek die betroffene Immobilie nachrangig bedient wird.