Bauträger

04.05.2014 von
Von einem Bauträger spricht man, wenn ein Unternehmen (z.B. AG, GmbH etc.) Grundstücke kauft, diese mit einem schlüsselfertigen Haus oder mit Eigentumswohnungen ...

Von einem Bauträger spricht man, wenn ein Unternehmen (z.B. AG, GmbH etc.) Grundstücke kauft, diese mit einem schlüsselfertigen Haus oder mit Eigentumswohnungen bebauen lässt und an meist vorgemerkte Personen verkauft. Diese Unternehmen benötigen dafür gemäß § 34 c der Gewerbeordnung eine Genehmigung. Jegliche Verpflichtungen des Bauträgers sind dabei in der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) geregelt. Die Unternehmen, die als Bauträger tätig sind, finanzieren die Bauvorhaben eigenständig, entweder durch Eigenkapital oder Fremdkapital mittels Kredit. Sie übernehmen dabei das volle Risiko. Dies rentiert sich jedoch dadurch, dass Bauträger aus der Differenz von den gesamten Baukosten und dem anschließenden Verkaufspreis Gewinne erwirtschaften.
Verträge mit Bauträgern müssen dabei von einem Notar beurkundet werden, da bei einem Verkauf Grundeigentum auf einen Verbraucher übergeht. Im Falle eines Bauträgervertrages vorab der Fertigstellung der Immobilie, ist der Bauträger verpflichtet, das Objekt wie in der Baubeschreibung vereinbart fertig zu stellen. Ist die Immobilie schlüsselfertig, so gilt sie als Eigentum des Käufers. Einmal jährlich wird die Einhaltung der Makler- und Bauträgerverordnung mittels eines MaBV-Berichts überprüft. Darin müssen die Bauträger die Verwendung des Kapitals der Käufer näher erläutern.