Auszahlungsvoraussetzung

04.05.2014 von
Auszahlungsvoraussetzungen sind Bedingungen, welche ein Kreditnehmer vor Auszahlung eines Kredits von einer Bank erfüllen muss. Die Bedingungen sind ...

Auszahlungsvoraussetzungen sind Bedingungen, welche ein Kreditnehmer vor Auszahlung eines Kredits von einer Bank erfüllen muss. Die Bedingungen sind dabei sowohl von der Kreditart, als auch vom Bankinstitut abhängig. Schriftlich geregelt sind diese Voraussetzungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank. Bei normalen Ratenkrediten sind diese meist Angaben zur Person, um die Identifikation zu bestätigen. Dazu kommen Gehaltsnachweise für den Nachweis eines regelmäßigen Einkommens sowie die Akzeptanz der Darlehensbedingungen. Freiberufler und Selbstständige müssen zusätzlich betriebswirtschaftliche Auswertung oder einen Steuerbescheid vorlegen. Für Rentner gilt es einen Rentenbescheid nachzuweisen. Auch Einkünfte aus Nebenbeschäftigungen und aktuell laufende Kreditverträge müssen angegeben werden. Wichtig dabei sind Angaben zur verbleibenden Restschuld und Laufzeit. Möchte ein Verbraucher Immobilien als Absicherung für den Kredit geltend machen, so müssen die entsprechenden Unterlagen ebenfalls bei der kreditgebenden Bank vorgelegt werden. Auszahlungsvoraussetzungen für eine Immobilienfinanzierung benötigen zusätzlich noch die nach Datum sortierten Grundbucheinträge. Voraussetzend gilt, dass ein Kredit nur ausgezahlt wird, wenn die Grundschuld zugunsten der Kreditanstalt eingetragen worden ist. Dabei wird von einem erstrangigen Grundpfandrecht gesprochen. Damit erhält das Kreditinstitut das Recht bei Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers die entsprechende Immobilie zwangsversteigern zu lassen. Das Eintragen des Grundpfandrechts in das Grundbuch nimmt in der Regel einige Zeit in Anspruch und sollte daher rechtzeitig erledigt werden.