Andienungsrecht

22.04.2014 von
Ein Andienungsrecht bezeichnet das Recht eines Leasinggebers den geleasten Gegenstand nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit zum Kauf anzubieten. Demnach ist ...

Ein Andienungsrecht bezeichnet das Recht eines Leasinggebers den geleasten Gegenstand nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit zum Kauf anzubieten. Demnach ist es von besonderer Wichtigkeit in einem Leasingvertrag nach einer Andienungsrechtklausel zu schauen. Ist diese Bestandteil des Vertrages, so muss der Leasingnehmer das Objekt nach Beendigung des Leasingvertrages kaufen, wenn der Leasinggeber von diesem Recht gebraucht macht. Es sollte sich also genau überlegt werden, ob der Gegenstand übernommen werden möchte. Bereits bei Abschluss des Vertrages wird der entsprechende Restwert des Objektes ermittelt und selbst wenn dieser zum Vertragsende nicht mehr dem tatsächlichen Wert (Schätzwert) entspricht, kann der Leasinggeber diesen verlangen. Hat jedoch der Gegenstand am Ende einen höheren Schätzwert, als anfänglich kalkuliert, verzichten die Leasinggeber meist auf das Andienungsrecht. Möchte ein Verbraucher beispielsweise ein Auto leasen und dies am Ende der Vertragslaufzeit ablösen, so wird vom Leasingverfahren abgeraten, da Ablösesumme inklusive der monatlichen Raten meist teurer ausfallen als bei anderen Finanzierungsmodellen wie beispielsweise einem Autokredit.